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DAS SCHWARZE GOLD – CARBON

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Frage einen Radfahrer über DAS Material für Fahrräder und Komponenten und er wird dir “Carbon” als das Nonplusultra nennen bevor er beginnt vom „schwarzen Gold“ zu schwärmen. Und ja, wir stimmen zu! Carbon hat die Leistung der heutigen Bikes radikal verbessert. Aber die Art und Weise, wie Carbon im Zusammenhang mit Fahrrädern heute eingesetzt wird, hat sich innerhalb der vergangenen Jahre drastisch verändert. Im Folgenden wollen wir unsere persönliche Einstellung zu dem Werkstoff darstellen und erklären, warum wir uns sicher sind, dass er die Performance deines Rades auch in bemerkenswerter Weise verbessern wird.

Carbon hat die Leistung der heutigen Bikes radikal verbessert

Die meisten von uns haben Material-Trends kommen und gehen sehen, aber wir alle haben auch feststellen können, dass es sich bei Carbon nicht nur um einen Trend handelt. Die ersten Carbon-Rahmen sind in den 1980ern vorgestellt worden und obwohl sich die Experten über das Potential des Werkstoffs einig waren, hat es noch eine lange Zeit gedauert, bis die Räder wirklich davon profitieren konnten. Carbon ist steifer, leichter und stärker als Stahl und Aluminium, aber zwischen dieser Erkenntnis und der Lösung, ein optimales Fahrrad damit zu bauen, ist es ein weiter Weg. Zu allem Überfluss ist Carbon als Werkstoff auch noch sehr teuer.

Es ist sogar noch komplizierter, weil über “Carbon” zu sprechen eigentlich schon falsch ist [weil wir aber Radfahrer und keine Wissenschaftler sind, werden wir das nach ein paar weiteren Zeilen einfach wieder ignorieren ;-)]

Die besondere Herausforderung liegt darin, die perfekte Mischung aus den unterschiedlichen Fasertypen (z.B. unidirektionale (UD)) und dem Harz zu finden und schließlich den Belegungsplan (Lay-Up) in der Form festzulegen.

Folglich sollten wir also über carbonfaserverstärkte Kunststoffe (CFK) sprechen als einfach über Carbon. Aber es ist nicht unser Ziel an dieser Stelle wissenschaftliche Details über das Material zu erklären. Es stellt sich vielmehr die Frage, inwieweit Carbon-Laufräder die Leistungsfähigkeit des Fahrrades signifikant verbessern.

Vielleicht erinnerst du dich an die ersten Carbon-Laufräder für Rennräder: hohe und sehr steife Felgen ausschließlich für Schlauchreifen und mit großartigen Aerodynamik-Eigenschaften. Leider war dieser aerodynamische Vorteil ein großer Nachteil bei Seitenwind und schließlich stellte die Bremsleistung mit Bremsbelägen aus Kork sogar ein hohes Risiko dar. Wer erinnert sich nicht an die in Bike-Magazinen beschriebenen Horror-Szenarien über fehlende Bremskraft insbesondere bei Nässe oder überhitzende Felgen die Reifen explodieren ließen oder selbst vollständig kollabierten. Obwohl die Steifigkeit der Felge manchmal herausragend war, boten die Räder praktisch keinen Fahrkomfort für den Fahrer. Sogar das Profi-Peloton vertraute bis vor 5-6 Jahren auf konventionelle Alu-Felgen auf dem Kopfsteinpflaster der Frühjahrs-Klassiker. Heute hat sich die Situation drastisch verändert und wir alle können von den herausragenden Produkteigenschaften des Carbons profitieren.

Die Flexibilität bei der Formgebung von Carbon ermöglicht aerodynamische Formen, die gleichzeitig hohe Fahrstabilität bei Seitenwind bieten.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der richtigen Form für die spezifischen Anforderungen und der Bestimmung der richtigen Fasertypen sowie deren Belegung an den unterschiedlichen Stellen der Felge. Insbesondere letztgenanntes stellt den großen Vorteil von Carbon dar. Im Gegensatz zu Aluminium und Stahl lässt sich eine Mischung unterschiedlicher Materialeigenschaften innerhalb einer Komponente realisieren und die Charakteristik des Bauteils ist nicht beschränkt auf eine bestimmte Legierung oder Formgebung.

Steifigkeit und Komfort schließen sich nicht mehr aus und neuartige Lay-Ups bieten hohe Bremskraft und angenehme Dosierbarkeit der Bremse. Die Flexibilität bei der Formgebung von Carbon ermöglicht aerodynamische Formen, die gleichzeitig hohe Fahrstabilität bei Seitenwind bieten.

Letztlich ist der äußere Teil des Laufrades mit einer Carbon-Felge deutlich leichter. Das hat einen positiven Einfluss auf die Massenträgheit des Rades, was im Umkehrschluss eine großartige Beschleunigung für dich bedeutet. Und wenn du erst mal gesehen hast, wie eine UD-Carbon Oberfläche das Sonnenlicht reflektiert und du den Sound eines Carbon-Laufrades hörst, wie er dem Rhythmus deiner Fahrt folgt, spätestens dann wirst du feststellen, dass Carbon sogar mehr bietet als nur Zahlen und Fakten um dein Fahrerlebnis zu verbessern.

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Für unsere Carbon-Felgen haben wir mit diversen Formen, verschiedenen Lay-Ups und unterschiedlichen Harzen experimentiert, um die optimale Kombination für das jeweilige Einsatzgebiet zu ermitteln. Die einzigartige Formgebung der CAMERIG44, aber auch die spezielle Mischung von Harz und Faserbelegung an der Bremsflanke der Version für Felgenbremsen ist ein Resultat dieses Entwicklungsprozesses. Höchste Bremskraft bei Trockenheit und Nässe, beste Dosierbarkeit und schließlich geringste Hitzeentwicklung zwischen Belag und Felge waren wichtige Punkte in unserem Lastenheft für Material-Spezifikation und Lay-Up. Für die HOUFFA25 Felge waren Aerodynamik und Brems-Performance deutlich weniger wichtig, sodass wir die Form so optimieren konnten, um eine perfekte Balance zwischen einem perfekten Sitz eines 2,25“ Tubeless(ready)-Reifen und geringem Gewicht zu erzielen. In einem breiteren Felgenbett bietet der Reifen eine viel bessere Performance im Hinblick auf Komfort und Spurstabilität. Außerdem haben wir dem Harz besondere Aufmerksamkeit geschenkt um die Schlagfestigkeit zu erhöhen. 

Die einzigartige Formgebung der CAMERIG44 ist ein Resultat dieses Entwicklungsprozesses.